Gestorbene bei Facebook? Tote, die Twittern?

 

Immer öfter veröffentlichen wir Inhalte im Social Web automatisch: Social Bookmarkdienste, Zeitgesteuerte Tweets, Statusmeldungen von Geräten. Doch was passiert, wenn wir sterben? Wer schaltet diese Diensta ab, oder wollen wir mit Geister-Tweets sogar die unsterblichkeit erreichen?

Die Playstation3 von Michael Praetorius veröffentlicht auf Facebook, wenn er in einem Spiel einen gewissen Level erreicht, viele unsere Last.FM-Zugänge twitteren, wenn wir Musik lieben, Friendfeed veröffentlicht in alle Netze, wenn wir mit meinem iPhone ein Foto zu Flickr hochladen. Viele Tweets sind zeitgesteuert und werde erst Tage nachdem sie geschrieben wurden veröffentlicht. Aber was passiert mit all dem, wenn wir mal nicht mehr sind.

Wer wird diese offenbar untoten lifestreams abschalten. Benötige ich ein digitales Testament, in dem alle meine Netzwerke und Zugangsdaten zu einem Vermächtnis werden? Was passiert, wenn ich meine Gadgets, die automatisiert im Web Statusmessages posten einmal nicht mehr selbst steuere.

Der Gedankengang von Benedikt Köhler ist zudem interessant: Benedikt checkt ständig über den Geotagging-Dienst Foresquare an verschiedenen Orten ein. Ein Programm könnte nach Jahren sein Leben simulieren und auch über seinen Tod hinaus das twittern, was Benedikt über Jahre selbst getan hat.


 
Die Spreerunde aus Berlin und die Isarrunde in München sind Talkrunden Berliner und Münchner Medienschaffender über den Einfluss digitaler Entwicklungen auf unser tägliches Leben. 

Veranstaltungstipp: Die Local Web Conference 2012

Das Web wird sozial und lokal. Wie verändert dies Geschäftsmodelle und den Werbemarkt. In Nürnberg findet dazu am 7.Februar 2012 die zweite Local Web Conference statt. Von der Isarrunde und der Spreerunde sind Michael Praetorius und Ansgar Mayer auf der Conference.

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Twitterperlen

"Nachdem man sich bei Apple die letzte @isarrunde http://t.co/fb9LX1Hj angesehen hat, macht man jetzt auch in Gesten http://t.co/eCAFoQU6" von @michaelreuter