Das Slow Media Manifest

 
Mich begeistert in dieser Diskussion, um das Absaufen in der Informationsflut mit Frank Schirrmacher die neue Idee einer Slow Media Entwicklung: Benedikt Köhler beschreibt in seinem Blog und diesem Video, wie sich im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts die technologischen Grundlagen der Medienlandschaft tiefgreifend verändert haben. Vernetzung, Internet und soziale Medien seien die wichtigsten Umsturztrends. Im zweiten Jahrzehnt werde es nun weniger darum gehen, neue Technologien zu finden, die das Produzieren von Inhalten noch leichter, schneller und kostengünstiger gestalten. Stattdessen werde es darum gehen, angemessene Reaktionen auf diese Medienrevolution zu entwickeln – sie politisch, kulturell und gesellschaftlich zu integrieren und konstruktiv zu nutzen. 

Dieses Konzept beschreiben Benedikt Köhler, Sabria David und Jörg Blumtritt als Slow Media - abgeleitet von dem Begriff des Slow Food. Dabei gehe es nicht um schnelle Konsumierbarkeit, sondern um Aufmerksamkeit bei der Wahl der Zutaten und um Konzentration in der Zubereitung. 

Diesem Gedankengang folgt dann auch das Slow Media Manifest das sich den folgenden Grundsätzen widmet, die ich mir auch als tollen Kodex für Qualitätsjournalisten vorstellen könnte.

1.      Slow Media sind ein Beitrag zur Nachhaltigkeit

2.      Slow Media fördern Monotasking

3.      Slow Media zielen auf Perfektionierung

4.      Slow Media machen Qualität spürbar

5.      Slow Media fördern Prosumenten

6.      Slow Media sind diskursiv und dialogisch

7.      Slow Media sind soziale Medien

8.      Slow Media nehmen ihre Nutzer ernst

9.      Slow Media werden empfohlen statt beworben

10.  Slow Media sind zeitlos

11.  Slow Media sind auratisch

12.  Slow Media sind progressiv, nicht reaktionär

13.  Slow Media setzen auf Qualität – sowohl in der Produktion wie bei der Rezeption von Medieninhalten

14.  Slow Media werben um Vertrauen und nehmen sich Zeit, glaubwürdig zu sein. Hinter Slow Media stehen echte Menschen. Und das merkt man auch.



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