Apps als Bremse im Web 2.0

eingetragen vor 6 Monaten von

Willkommen in der App-Economy! Werden Apps den Browser als Zugang zu Webinhalten ablösen? Welche Folgen hätte dies für die Nutzung des Internet? Benedikt Köhler sieht eine Gefahr darin, dass durch die Apps als Webeinstieg der App-Anbieter definiert, welcher Inhalt wie gesehen und konsumiert werden kann. 

Gar eine "perfide Möglichkeit zur Zensur" sieht er im Einsatz von Apps. Michael Reuter dagegen ist bekennender App-Fan (siehe: http://appstory.tv). 
Angetan von neuen Zugangsmöglichkeiten zu Webcontent durch Apps (Im Wein liegt die Wahrheit) und der damit verbundenen höheren Bedienungsfreundlichkeit des Web sieht er vornehmlich die positiven Aspekte der App-Economy. 

Allerdings müsste sichergestellt sein, dass auch Weine wie der 'Kröver Nacktarsch' von der Mosel den Sprachfilter (Google Nexus!) passieren. Ist es eine normative Frage (Zensur durch App-Anbieter) oder entscheidet der Markt (Vielfalt von Apps) über den Zugang zu Webinhalten?

Ähnliche Videos:

Kommentare zu “Apps als Bremse im Web 2.0”

  • von Josef

    Ich möchte gerne einen Aspekt hervorheben: Das "Prinzip Apps" ist in erster Linie kein technisches Phänomen, sondern ein wirtschaftliches, nämlich das Apple-Ökosystem. Programmierer und Unternehmen können endlich einfach und direkt Geld verdienen mit ihrer Software, ohne sich um Vertrieb, Distribution oder Inkasso kümmern zu müssen. Das erst hat zu einer kreativen Explosion geführt, die wunderbar nützliche, spaßige oder skurrile Apps hervorgebracht hat. Ohne funktionierende Monetarisierung würde kaum jemand Zeit, Energie geschweige denn Geld in die Entwicklung kreativer Apps stecken.
    Mobile Websites sind - gerade für Contentproduzenten wie die erwähnten Zeitungsverlage - keine Alternative zu Apps, ganz im Gegenteil: wenn das Geschäftsmodell Werbefinanzierung im "stationären Internet" meistens schon nicht funktioniert, wie soll es dann erst mit mobilen Websites klappen, wo Werbespendings seit Jahren im homöopathischen Bereich verharren?

  • von DoSchu

    Es ist für mich kein wirkliches entweder/oder in diesem Thema - wer benutzt denn bitte zuhause auf dem Desktop Rechner oder Laptop Apps? Aha. Und ist doch wunderbar, dass sich Anbieter mit den Apps dem Endgerät angepasst haben und Content anbieten, der auf diese Plattform wunderbar zugeschnitten ist. Unterschiedliche Situationen (also unterwegs mit Handy vs. im Büro am Schreibtisch) erfordern unterschiedliche Informationen und somit unterschiedliche Contents. Und wenn mir die App unterwegs dafür sinnvolle Inhalte bietet, die Website aber wiederum andere Nutzungscontents ist das doch wunderbar! Vielleicht gibt es ja bald von Google/Bing/whatever quasi Icon-Surfen - also die Darstellung der Suchtreffer im App-Style (z.B. per Darstellung des jeweils gutgemachten Favions) - auch das kann durch veränderte Sehgewohnheiten und Nutzung durchaus passieren... Why not? Wir Menschen sind schließlich optische Wesen!

  • Kommentieren