Anonym im Netz Surfen wird schwierigerstatt Cookies setzt Google künftig offenbar auf Google+

Google möchte künftig auf Cookies verzichten. Das ist aber alles andere als ein Entgegenkommen an Europäische Datenschützer, die schon länger ein Verbot von Cookies fordern. Ein Identifizierungsprogramm von Google soll künftig auch ohne die kleinen Daten auf dem eigenen Rechner wissen, wer der Nutzer ist. Das könnte vor allem Werbung passgenauer machen. Google will mit dem Verfahren aber auch die Sicherheit der Nutzer verbessern. 

Nach einem Bericht des Wall Street Journals waren Nutzer und Datenschützer von der Ankündigung nicht besonders angetan. Die Möglichkeit, den Nutzer über mehrere Geräte hinweg zu tracken, ist für die Werbebranche verlockend und könnte in der Tat auch die Sicherheit verbessern. Für Google werden Nutzer damit allerdings noch gläserner. 

Smartphones spielen die zentrale Rolle

Apps und mobiles Surfen sind auf dem Vormarsch. Nutzer sind auf einem Android-Gerät bereits ab der ersten Nutzung mit Google Verbunden. In diesem Fall sind Cookies technisch nicht mehr das beste Mittel, um wiederkehrende Nutzer zu erkennen. Social Logins auf Websites oder in Apps können dies viel besser.

Zahl der Google+ Nutzer steigt merkwürdig

Auch in den iOS Apps versucht Google mehr und mehr seinen Login zu platzieren. Besonders deutlich wird der Hunger nach mehr Nutzerdaten bei der Migration von Google-Konten zu Google Plus Profilen. Die Zahl der Google+ Nutzer ist daher äußerst zweifelhaft:

 

Migration von Google-Accounts und Google+ könnte transparenter sein

Google möchte offenbar aus der Vielzahl seiner Services ein Ökosystem machen. Das ist auf der einen Seite gut für die Benutzerfreundlichkeit, auf der anderen Seite findet dieser Migrationsprozess alles andere als transparent statt. So haben etliche Nutzer inzwischen ungewollt mehrere Google+ Profile, da beispielsweise YouTube-Konten mit einer anderen E-Maiadresse nicht so leicht mit GMail oder Analytics-Profilen zusammengefasst werden können. An diesem Prozess scheint Google gerade zu arbeiten. Seit kurzem ist es leichter, in den Apps zwischen mehreren Accounts zu wechseln, die sich Google merkt. 

Apple, Facebook und Twitter sind in ähnlicher Position

Natürlich versucht nicht nur Google zum präferierten Login für Nutzer zu werden. Auch eine Apple-ID, ein Facebook-Konto oder ein Twitter-Login lassen sich als praktische Identifizierung auf Websites und in Apps verwenden. Was das Nutzen angeschlossener Angebote sicherer, bequemer und sozialer macht, ist gleichzeitig aber auch der Grund, warum verhältnismäßig anonyme Trackingmethoden wie Cookies künftig nicht mehr gebraucht werden. 



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