Das Internet ohne WebsitesGoogle Glasses

Googles Datenbrille wird Websites und Smartphones womöglich nicht ganz verschwinden lassen. Dennoch: während sich Unternehmen gerade eher damit beschäftigen, wie ihre Internetseiten bestmöglich auf einem Smartphone als App oder als Responsive Design aussehen können, werden die spannendsten Online-Angebote künftig wohl ganz ohne Website auskommen.
 

Jedes Unternehmen braucht seinen eigenen Datenstrom

Michael Praetorius nennt das einfache Beispiel einer Bäckerei. Schon heute gibt es eine Menge Fitness-Tracker und Gesundheitsapps, die als Lesegerät für Daten aus dem Brotkorb genutzt werden können.
 
Wer sich künftig als Brötchenverkäufer unterscheiden und den Preiskampf mit der Konkurrenz gewinnen will, muss seinen Kunden auch einen digitalen Datendienst bieten. Der Druck der Konsolidierung ist im Digitalen noch viel stärker, so Klaus Goldhammer. Beim Kauf der Sonntagbrötchen könnten Kunden direkt auf einen Datenfeed mit Hinweisen zu Nährwerten zugreifen und diese mit ihren andren Daten ihrer Apps abgleichen. Dazu müsste die Bäckers künftig aber auch entsprechende digitale Rohdaten zur Verfügung stellen, die in der gesamten Produktionskette erhoben werden.
 

Smarte Jacke - Is there an App for that?

Künftig reicht es nicht mehr, nur ein paar Bildchen auf die Homepage zu stellen. Unternehmen brauchen eine Programmierschnittstelle zum Kern ihres Geschäfts. In der Textilindustrie ist die Vision nicht neu:
 
Ein Oberteil braucht kein Display, um einen sinnvollen Datenstrom liefern zu können. Adhoch landen die relevanten Informationen auf einem Smartphone oder einem anderen vernetzten Gerät, das am meisten mit den Daten anfangen kann. Im Fall der Jacke, könnte dies beispielsweise eine Waschmaschine sein. 
Diese Zukunftsvision gibt sie seit der Einführung von RFID-Chips, allmählich rückt das Szenario aber nähner.
 

Geschäftsmodell Datenaggregation:

Wie sehr sich Geschäftsmodelle von heute auf morgen verändern können, zeigt das Unternehmen MyTaxi. Das Unternehmen liefert eine situative Intelligenz über die Vernetzung von Smartphones zwischen Fahrgast und Taxifahrer. Die Website ist dabei für das Geschäftsmodell völlig nebensächlich. Die Telematik und Logistik ist dabei ein großer Hebel: Wenn Mülltonnen oder Glasskontainer von sich aus melden könnten, wann sie voll sind, könnten Fahrten umweltschonender und kostengünstiger organisiert werden, so Klaus Goldhammer.
 
Die Spreerunde ist eine Talkrunde aus Berlin zum Einfluss digitaler Trends auf unser Alltagsleben. Wenn Du in der Spreerunde live dabei sein oder ein Projekt von dir vorstellen möchtest, kannst du dich hier bewerben. Wir danken dem BASE_Camp Berlin für die Gastfreundschaft.


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