Cybermobbing - Mobbing im Internet

Auf dem Schulhof will plötzlich keiner mehr mit dir Fußball spielen. Und bei einer Party kichert plötzlich die ganz Raucherecke über dich. Ohne, dass Du weißt, weshalb. So etwas nennt man Mobbing. Aber was, wenn aus dem Schulhof oder der Party die ganze Welt wird? Beim Cyber-Mobbing ist das der Fall. In sozialen Netzwerken oder digitalen Plattformen werden einzelne Personen oder  ganze Gruppen gedisst, beschimpft und denunziert.  Die Anonymität im Netz verstärkt die Schonungslosigkeit der Täter. Ein privates Schulhofmobbing kann so zur öffentlichen Hetzjagd werden, die sich unkontrolliert verbreitet. In der Isarrunde diskutieren wir, ob man sich der digitalen Mobbing-Falle entziehen kann.

Konfrontation im echten Leben:
Bei jungen Menschen, die in sozialen Netzwerken aktiv sind, sind die Täter oftmals bekannt. Hier könnte es helfen, das digitale Mobbing im echten Leben anzusprechen. Die Konfrontation holt die digitale Abstraktheit des Mobbings in die analoge Realität. Und in der verhält man sich oftmals fairer und diplomatischer.

Gegenposition schildern:
Beim digitalen Mobbing entstehen unfaire und oder hart formulierte Angriffe häufig durch individuelle Behauptungen. Das Opfer kann versuchen, eine Gegenposition zu formulieren, um die Verfolgung zu entschärfen. So finden User nicht nur die eine Position „YX guckt Kinderpornos", sondern auch gleich die Gegendarstellung  „XY guckt nachweislich keine Kinderpornos" und der Hetzjagd wird der Wind aus den Segeln genommen.

Digitale Zivilcourage
Die digitale Welt ist ein Abbild der analogen Realität. In der fordern wir permanent mehr Zivilcourage für Situationen, in dem einem Menschen Unrecht oder Gewalt angetan wird. Warum sollten im Netz andere Regeln gelten? Wenn jemand öffentlich auf schlimmste Weise gemobbt wird, sollte man nicht einfach nur zuschauen. Vielleicht sollte jeder, der etwas mitbekommt,  in Kommentaren oder Posts die Täter kritisieren. Diese Option ist natürlich eine Utopie, um die wir aber in der Realität bereits kämpfen.

Transparenz
Bei digitalen Hetzkampagnen sind die Täter oftmals anonym, die Opfer aber namentlich erwähnt. Anonymität gibt den Tätern Macht und Möglichkeit, alle sozialen Grenzen zu überschreiten, wie es beispielsweise auf der -- inzwischen eingestellten -- Plattform isharegossip.com der Fall war. Mehr Transparenz und die Identifizierbarkeit der Täter kann die Wucht des Mobbings abschwächen.

Professionelle Hilfe
Gerade junge Menschen sind oft hilflos und überfordert, wenn sie von einer unüberschaubaren halbanonymen Masse gejagt werden. Sie sollten sich Hilfe von höherer Stelle suchen.
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