Google Street ViewDatenschutzdebatte um Häuserfotos im Web

Herodot, Geschichtsschreiber und Google Street View: Die Isarrunde beschäftigt sich mit der potentiellen Verletzung von Privatsphäre durch Google Street View.
Benedikt Köhler meint, man solle die Debatte auf die Fakten reduzieren: Es geht nicht allein um Datenschutz, sondern um die Persönlichkeitsrechte. Außerdem bestärke das deutsche Gesetz der Panoramafreiheit eher die Google-Sichtweise, dass man Häuser fotografieren darf.

Michael Praetorius konstruiert den Fall, dass das Haus eines Vermieters nicht auf Google Street View zu sehen ist, weil ein anderer Mieter Einspruch eingelegt hat. Anatol Locker zitiert einen Fall, bei dem Schauspielerin Barbra Streisand versuchte, die Lage Ihres Anwesens auf Google Maps zu verhindern. Michael Praetorius weist auf „blinden Flecken“ hin, die sich auf der Google Maps-Karte befinden, zum Beispiel bei militärischen Einrichtungen. Dass es bereits alternative Angebote zu Google Street View gibt, darauf verweist Benedikt Köhler, zum Beispiel im Denkmalschutz-Verzeichnis.

Die Isarrunde ist sich einig: Die politische Diskussion über Google Street View ist nur ein Aspekt - problematischer ist die Verknüpfung von Daten, die z. Bsp. von Google über die User erhoben werden, mit denen Nutzerprofile angelegt werden können. Benedikt Köhler weist darauf hin, dass Geodaten die derzeit wertvollste Währung im Internet ist. Die Matrix der Geodaten wird derzeit „bebildert“. Anatol Locker findet - eher provozierend - dass Google inzwischen viele Funktionen übernimmt, die der Staat längst übernehmen könnte.
Achtung: Dieses Video wurde aufgenommen, bevor Google öffentlich erklärte, dass Google Street View beim Scannen gleichzeitig die Netzwerke mitprotokolliert.



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