Livestream und Aufzeichnungen der Vorträge und Sessionsnetzwerk recherche Jahreskonferenz 2015

 

Das mobile TV Studio der Isarrunde ist in diesem Jahr erneut in Hamburg und streamt dort in Kooperation mit SPIEGEL Online die Jahrestagung des netzwerk recherche. Hier seht ihr die Livestreams und aufgezeichneten Videos der zweitägigen Veranstaltung beim NDR im Hamburg.

 


Lügenpresse - Was geht uns das an?

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Carolin Emcke, geb. 1967, studierte Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und Harvard; Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes; Promotion in Philosophie über den Begriff „Kollektiver Identitäten“, von 1998 - 2006 war sie Redakteurin beim „Spiegel“ und als Auslandsredakteurin in vielen Krisengebieten

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Algorithmen — Wer kontrolliert die neuen Machthaber?

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

"Die klassiche Aufgabe investigativer Journalisten ist es, die Machthaber in Wirtschaft und Politik zu kontrollieren. Inzwischen haben sich Algorithmen, die gewaltige Datenmengen auswerten, zu den neuen Machthabern unserer Gesellschaft entwickelt. Die automatisierten Entscheidungen dieser Algorithmen müssen ebenso aufmerksam kontrolliert werden wie andere einflussreiche Akteure." So Nicholas Diakopoulos in seinem Bericht für das Tow Center for Digital Journalism der Columbia University.

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„Lügenpresse“ und Co. — Medien am Pranger

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

So richtig in das Bewusstsein vieler Menschen kam die Parole von der angeblichen "Lügenpresse" erst durch die Pegida-Demonstrationen. Und wurde (deshalb) letztes Jahr zum "Unwort des Jahres" gewählt. Der Begriff hat jedoch eine lange "Tradition", wurde Mitte des 19. Jahrhunderts u.a. von konservativen Katholiken im Kampf gegen eine durch die bürgerliche Revolution liberaler gewordenen Presse verwendet. Die Nazis nutzten den Kampfbegriff ebenso wie manche DDR-Medien als Vorwurf gegen die westdeutsche Presse. 
 

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Vom Feind zum Partner? — Google, Facebook und die Verlage

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Wenn es um ein faires Miteinander im Internet geht, sorgt Google immer wieder für Negativschlagzeilen. Dem Suchmaschinenkonzern wird der Missbrauch seiner Marktmacht bei der Online-Suche vorgeworfen, ebenso wie die Verletzung des Urheberrechts. Sein schlechtes Image versucht der Internetriese nun mit einer Charmeoffensive an die Verlage aufzupolieren. Mit seiner „Digital News Initiative“ will Google Qualitätsjournalismus im Internet befördern. Und auch Facebook geht auf die Zeitungshäuser zu. Das Projekt „Instant Articles“ soll ihnen helfen, ihre Artikel online besser zu vermarkten.

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Arbeiten mit geheimen Snowden-Dokumenten

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Edward Snowden hat sich bewusst dagegen entschieden, selbst zu entscheiden, was mit den von ihm kopierten Geheimdienst-Unterlagen passiert: Journalisten sollten das Material aufbereiten, filtern und publizieren. Aber wie geht man mit derart brisanten Unterlagen um und wie stellt man sicher, die richtigen Stellen zu veröffentlichen und die richtigen zu schwärzen? 

Hintergründe zu ihrer Dokumentation "Schlachtfeld Internet" hat Svea Eckert in ihrem Blog beschrieben. Leseproben des Buchs "Der NSA-Komplex" von Marcel Rosenbach und Holger Stark sind auf der Verlagshomepage veröffentlicht.

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Im Visier der Meute — Wie Betroffene die Medien erleben

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Claus Weselsky ist, zumindest medial, aktuell der Buhmann Nr. 1. Nach vielen Monaten Verhandlungen mit der Deutschen Bahn, nach mehreren Streiks fragen sich manche Medien nur noch, was bei ihm stärker ist: Sein Größenwahn, seine Engstirnigkeit oder sein Realitätsverlust. Für manch andere Journalisten war diese Häme Anlass genug, ihn als "wahren, aufrechten Arbeiterführer" zu feiern. Doch wie empfindet Claus Weselsky diese ganze Berichterstattung, wie erlebt er die Medien in diesen aufwühlenden Monaten ? 
 

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Goldene Regeln im Daten-Design? — Wann es hilft, sie zu brechen

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Was geht und was nicht, scheint in der Datenvisualisierung eigentlich klar zu sein. Dreidimensionale Diagramme zum Beispiel sind verpönt, Wordclouds gelten als verboten. Doch in der Praxis werden die Regeln ständig gebrochen – und das sogar sehr erfolgreich, wie die Projekte von Gregor Aisch regelmäßig zeigen. Wann ist es okay, die Komfortzone einfacher Balkendiagramme zu verlassen? Und wie gelingen ungewöhnliche Darstellungsformen? 

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Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen 2015 — Verleihung des nr-Recherchepreises

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Der Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen der Journalistenvereinigung netzwerk recherche geht in diesem Jahr an Ulrich Chaussy. Der Rundfunkreporter und Buchautor recherchiert seit Jahrzehnten zum Oktoberfest-Attentat von 1980. Chaussys hartnäckigen Arbeit ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Generalbundesanwalt inzwischen die Ermittlungen zu dem Anschlag wieder aufgenommen hat.

Der „Leuchtturm“ wird in diesem Jahr im Rahmen der zweitägigen Jahrestagung von netzwerk recherche beim NDR in Hamburg vergeben. Die Verleihung findet am 3. Juli 2015, um 13.45 Uhr statt. Die Laudatio wird Annette Ramelsberger, Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung, halten.

 

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Vereint im Griechenbashing? — Wirtschaftsjournalisten auf Schäuble-Kurs

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Nie zuvor ist eine neue griechische Regierung von Beginn an mit so viel Verachtung überzogen worden wie die von Alexis Tsipras: Für BILD war Varoufakis von Anfang an „irre“, für den SPIEGEL war der Regierungschef schon nach wenigen Tagen im Amt ein „Geisterfahrer“. Deutsche Medien benahmen sich unisono wie schlechte Ärzte: Wird der Patient nach Jahren der immer gleichen Medizin nicht gesünder, raten sie in strengem Ton dazu, die Dosis zu erhöhen. 

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Porträt ohne Begegnung — fortgeschrittene Recherche in den Tiefen des Netzes

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Jeff Goolsby ist ein leidenschaftlicher Anhänger der konservativen Tea Party. Der 32-jährige unterstützt libertäre Politiker wie Senator Rand Paul im Wahlkampf, bewundert Menschen wie den ultrakonservativen Multimillionär Steve Forbes. 

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Qualitäts-Battle: Was ist guter Datenjournalismus?

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Was zeichnet gelungene datenjournalistische Projekte aus? Vier Datenjournalisten diskutieren auf der Bühne über Qualität und stellen aus ihrer Sicht gelungene Beispiele vor

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Environmental Investigative Reporting — Ressources and methods

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Climate change, ecological footprint & Co. – you think we know all about it? Then let’s destroy your illusions. Environmental reporting is a truly challenging task. Especially because it not only combines politics, ecology and economy like other journalistic beats, but it is also often extremely difficult to investigate about it because of all these players involved with their different interests. Mark Schapiro, who has been working for the Center for Investigative Reporting will give you an insight of his work there and provide you with helpful research methods based on some of examples from his new book to improve your next environmental report.  

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Neutral bleiben oder Haltung zeigen? — Journalismus in Zeiten von Pegida, Medienbeschimpfung und Ausländerhetze

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Journalisten begleiten Flüchtlinge aus Syrien, Irak oder all den Krisenherden nach Europa - und dokumentieren ihre Leidensgeschichte. Kann man da neutral bleiben, abseits stehen, nichts sagen, wenn der Flüchtling in Sichtweite mal wieder eingesperrt, abgeschoben oder drangsaliert wird ? Journalisten berichten von Demonstrationen, wo sie als Teil der "Lügenpresse" angepöbelt werden ? Neutral bleiben oder dagegen halten ? Und wie darüber berichten ? Ganz neutral wie von einer Bundestagsdebatte ? Journalisten sind vor Ort, wenn Flüchtlingsunterkünfte in Brand gesteckt werden, wenn Flüchtlinge verbal oder körperlich attackiert werden. Ist man da "nur" der neutrale Beobachter oder der "engagierte Bürger", der helfen , den Schwächeren schützen will ? Wie ist es möglich in Zeiten wie diesen, all das zu befolgen, was immer wieder als Leitmotiv gelehrt wird - "Sich nie mit einer Sache gemein machen, auch nicht mit einer guten Sache". Wie objektiv und frei von Emotionen können Journalisten/innen sein, wenn sie über all das berichten, was sie doch innerlich bewegt, vielleicht auch wütend macht ?

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Crossmediales Storytelling — Eine Recherche. Hunderte Erzählwege

nr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Diese Session ist für alle Journalisten, die nach einer aufwändigen Recherche nicht nur eine einzige Geschichte aufschreiben wollen. Wir möchten Euch neue Wege zeigen, wie Ihr aus einer Recherche unzählige - digitale und analoge - Geschichten erzählen könnt. Drei Journalisten möchten Euch in jeweils 15 Minuten inspirieren, was alles möglich ist. JONATHAN SACHSE wird berichten, wie CORRECT!V eigene Wertschöpfungsketten für jede Recherche definiert. Aus einer einzigen Recherche kann beispielsweise ein Scrollytelling, ein Comicbuch und eine habtische Ausstellung entstehen. CHRISTIANE MUDRA zeigt Ihr Projekt „yoUturn- ein Überwachungsexperiment“ und gibt Einblicke, wie Sie mit "Wir waren nie weg. Die Blaupause" die NSU-Verbrechen an realen Orten nacherzählen möchte. Die Journalisten von FOLLOW THE MONEY teilen Erfahrungen aus ihren Live-Recherchen „Schrottfernseher“ und „Kunstjagd.“ Das Team hat beide Recherchen in mehreren Medien crossmedial veröffentlicht.

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NSA, BND & Co. — Recherche bei Geheimdiensten

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Seit Wochen immer wieder neue Schlagzeilen über die Arbeit der Geheimdienste und Ermittlungsbehörden. Manche groß vorne auf den Titelseiten oder als Aufmacher in den Nachrichtensendungen, manche eher im hinteren Teil für die "Feinschmecker". Wie war das mit dem BND und der NSA ? Wer hat da wem was zugeliefert - und wer wusste Bescheid ? Und - ebenfalls sehr aktuell: Was weiß der BND als Auslandsgeheimdienst über den Terror des IS ? Mehr als die Journalisten ?

 

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Online-Recherche Basics — Besser Suchen mit Operatoren und Co.

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Googeln, das ist mehr als nur ein paar Begriffe in eine Suchmaske einzugeben. Für Journalisten ist das Internet eine wahre Fundgrube. Hier verbergen sich viele Dokumente, die es auszuwerten lohnt - sie müssen nur richtig gehoben werden. Dieses Seminar zeigt, mit welchen Techniken das geht: von Google-Operatoren und Caches, über Archivsuche, Datenbanken bis hin zur Suche in sozialen Netzwerken. Wir probieren das gemeinsam mit Live-Beispielen aus.

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Verleihung der verschlossenen Auster 2015 an Heckler & Koch

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Der Negativ-Journalistenpreis „die Verschlossene Auster“ geht an das Rüstungsunternehmen Heckler & Koch 

Mit der Verschlossenen Auster zeichnet netzwerk recherche jedes Jahr den Informationsblockierer des Jahres aus. Der Preis ist das negative Gegenstück zum „Leuchtturm“, der für herausragende Rechercheleistungen vergeben wird. Die Verschlossene Auster, dieses „Musterexemplar Hamburger Heimatkunst“, wie Otto Schily als erster Preisträger spottete, soll Politiker wie Wirtschaftsvertreter zu einem offeneren Umgang mit Journalisten anregen und diejenigen unter Erklärungsdruck setzen, die sich Medienanfragen gerne entziehen.

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Quellenprüfung online — Verifikation leicht gemacht

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Angebliche Augenzeugen in Krisengebieten und bei Katastrophen, möglicherweise manipulierte Mittelfinger: Täglich haben Redaktionen Zugriff auf hunderte Videos und Fotos, aber nur selten ist auf Anhieb klar, ob man einer Quelle trauen kann oder ob die Bilder manipuliert wurden. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Fälschungen zu enttarnen. Konrad Weber und Boris Kartheuser zeigen, wie sie Manipulationen aufdecken und wie auch ein Varoufakis Video in kürzester Zeit auf Echtheit überprüft werden kann.

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Gegen die Kostenlos-Kultur — Paywall und andere Bezahlmodelle

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Früher war - allen Verklärungen zum Trotz - vieles nicht besser. Aber zumindest klarer - auch im Journalismus: Wer sich informieren wollte, kaufte  seiner Zeitung oder sein Magazin entweder am Kiosk oder hatte alles ohnehin abonniert. Und heute: Zu kaufen gibt es all das Gedruckte noch immer - aber wie lange noch?

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Netzwerke der Macht — Wie Datenjournalismus den Schleier lüften kann

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Die Wirtschaftswissenschaftlerin Gisela Schmalz vergleicht in ihrem Buch "Cliquenwirtschaft - Die Macht der Netzwerke" vier globale Netzwerke: Goldman Sachs, die katholische Kirche, Google und die Mafia. Diese Netzwerke der Macht bieten mannigfaltige Ansätze zur Recherche. Frau Schmalz wird in einem kurzen Vortrag die zentralen Thesen ihres Buches vorstellen. Drei Journalisten berichten im Anschluss aus ihrem Arbeitsalltag und diskutieren die Notwendigkeit, solche Strukturen zu untersuchen und darüber zu berichten.
 

 

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Vermintes Gelände — Die Konflikte rund um die Ukraine-Berichterstattung

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Der Konflikt in der Ukraine, das Verhältnis zu Russland und seinem Präsidenten Putin: Es ist ein Thema, was bei vielen  Zuschauer/innen und Leser/innen sehr viele und heftige Emotionen weckt, zahllose Reaktionen provoziert. Sender und Verlage werden mit Beschwerden geradezu überschwemmt ,- egal ob Tagesschau, die SZ oder der SPIEGEL. Manche beklagen eine einseitige oder fehlerhafte Berichterstattung, andere wittern gar eine konzertierte Kampagne im Auftrag von wem auch immer.

Die Berichterstattung zur Ukraine und zu Russland ist für viele Menschen hierzulande ein Grund, warum sie all zu schnell in den Chor jener einstimmen, die von "Lügenpresse" reden. Sicher: Es wurden auch Fehler gemacht. In einer derart komplizierten Situation auch nicht völlig überraschend. Und sicher auch: Nicht immer wurden diese Fehler schnell genug transparent gemacht, auf (berechtigte) Beschwerden nicht immer souverän reagiert. Und dennoch ist es absurd, die Journalisten/innen als Teil einer "Verschwörung" zu bezeichnen, wie es manche tun.

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Die (Un)Fehlbaren — Wie können wir besser werden?

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Unter Zeitdruck gestalten — Infografiken mit Deadline

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Bei Eilmeldungen muss im Newsroom alles sehr schnell gehen — auch bei den Grafikern. Gregor Aisch erlebt diese Situation bei der New York Times regelmäßig und schafft es auch dann, überzeugende Infografiken zu gestalten. Am Beispiel einer Grafik zum Germanwings-Absturz stellt er hier sein Setup vor: mit R, Illustrator und ai2html, einem Tool, das die New York Times zunächst intern entwickelte und mittlerweile öffentlich gemacht hat.

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Medienpartner

Die Münchner Isarrunde und Berliner Spreerunde sind Medienpartner des Netzwerk Recherche. Für unsere Talkrunden suchen wir regemäßig innvovative Projekte und spannende Gäste. Bewirb dich hier, um dein Projekt bei uns zu präsentieren!