Vereint im Griechenbashing? — Wirtschaftsjournalisten auf Schäuble-Kursnr15 - netzwerk recherche Jahrestagung

Nie zuvor ist eine neue griechische Regierung von Beginn an mit so viel Verachtung überzogen worden wie die von Alexis Tsipras: Für BILD war Varoufakis von Anfang an „irre“, für den SPIEGEL war der Regierungschef schon nach wenigen Tagen im Amt ein „Geisterfahrer“. Deutsche Medien benahmen sich unisono wie schlechte Ärzte: Wird der Patient nach Jahren der immer gleichen Medizin nicht gesünder, raten sie in strengem Ton dazu, die Dosis zu erhöhen. So wird Griechenland zu schärferem Sparen ermahnt, obwohl die Arbeitslosigkeit bei 28 Prozent liegt, obwohl die Einkommen um 40 Prozent geschrumpft sind, obwohl tausende Beamte entlassen wurden, obwohl mittlerweile ein Drittel der Bevölkerung ohne Krankenversicherung auskommen muss. Die deutschen Wirtschaftsjournalisten klingen dabei wie Lautsprecher aus Schäubles Finanzministerium oder der EU-Bürokratie: Sie lassen sich mit anonymen Zitaten füttern, mit falschen Behauptungen (etwa über Gipfelkritik an Varoufakis) und mit falschen Fakten über die soziale Lage (zum Beispiel das Rentenalter der Griechen). Was läuft da genau falsch und warum läuft es falsch? Darüber streiten sich die Wirtschaftschefs der Mainstream-Medien (SZ und FAZ am Sonntag) mit Kritikern wie Ulrike Herrmann (taz) und Handelsblatt-Kolumnist und Ökonom Wolfgang Häring.



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